Angefangen hat alles damit, dass ich das Album Sparkler einer gewissen Vanessa Peters bei emusic.com entdeckt und heruntergeladen habe.
Beim ersten Anhören fiel mir vor allem der Song Hooked auf - ich mag Titel, die ruhig anfangen und sich dann zu einem (oder mehreren) Höhepunkt steigern. Doch auch unter den anderen Titeln ist mir kein wirklich schwacher aufgefallen (wie das bei vielen CDs ja leider relativ oft der Fall ist).
Nach mehrmaligem Hören war ich immer noch nicht in der Lage, exakt in Worte zu fassen, was genau mich denn an diesem Album so fasziniert - und daran hat sich bis heute nichts geändert. Immerhin kann ich aber mittlerweile eine Meinung über einige der Titel formulieren ... Nach Hooked war es vor allem Easy, das mir auffiel. Dieser bittersüße Song über eine nicht mehr zu kittende Liebe geht mir auch heute noch ziemlich an die Nieren.
Sträflich vernachlässigt habe ich über lange Zeit hingegen den Opener You're losing Me. Meiner bescheidenen Meinung nach ist das Vanessas bisher bester Song, sozusagen ihr Meisterstück. Was wie eine kleine harmlose up-beat, up-tempo Nummer daherkommt, hat es vom Text her in sich. Da teilt eine junge Frau ihrem Boyfriend unmissverständlich mit, dass er sich doch bitteschön mehr um sie kümmern soll. Sollte er das nicht tun, dann wird sie nun einen Schlussstrich ziehen und als Zuhörer kann man sie nur zu diesem Entschluss beglückwünschen und verwundert den Kopf über den Typen schütteln, der so eine Freundin ziehen lässt ...
Sparkler ist ein Album, dem man Zeit geben muss - seine wahren Qualitäten offenbart es erst nach dem zweiten oder dritten Anhören. Dann jedoch lässt es einen so schnell nicht mehr los. Vanessa Peters zeigt hier die ganze Bandbreite ihres Könnens - in langsamen wie in flotteren Stücken, mit Bandbegleitung oder nur mit ihrer Gitarre. Und trotz der leicht melancholischen Grundstimmung des Albums schimmert überall auch der Optimismus durch, der ganz klar sagt: Diese Frau lässt sich so schnell nicht unterkriegen.
Ganz die Perfektionistin hat Vanessa selbst auch an ihrem zweiten Album wieder etwas auszusetzen: Es fehlte zum Ende der Produktion hin schlicht das Geld für Nachaufnahmen, so dass, wie sie findet, in einigen Songs ihre Stimme gegenüber der Musik zu schwach ausfällt. Das mag sein (mir wäre es nicht aufgefallen ...), aber vielleicht trägt auch das gerade ein wenig zum Charme dieses Albums bei. Und es lässt doch einiges für die Zukunft erwarten: Wie wird dann erst ein Album klingen, mit dem sie 100%ig zufrieden ist? Man darf gespannt sein ...
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